Aus der Pflichtfeuerwehr in Gr. Hesebeck entstand im Jahr 1934 die „Freiwillige Feuerwehr Hesebeck“.

Daten aus dem Protokollbuch der Feuerwehr „Hesebeck“:

 

1908:

Wegen Geldmangel, wurde vom Kauf einer Spritze Abstand genommen. Man kaufte erst eine Trage, denn man brauchte das Geld zur Einrichtung einer Poststelle in Gr. Hesebeck.

1909:

Die Realgemeinde verkauft ein Grundstück an Heinrich Staake (Meyer).

1911:

Von diesem Geld wurde die Handdruckspritze gekauft. „Bei der Einbringung der Spritze am 21.9.26 waren von 35 Pflichtfeuerwehrmännern nur 5 erschienen.“ Heinrich Hüwing war Brandmeister der Pflichtfeuerwehr.

1929:

Otto Grote wurde zum Brandmeister gewählt.

1932:

1. November; Es brannte das Tagelöhnerhaus von Hüwing Gr. Hesebeck ab. Wie sich herausstellte, war es eine Brandstiftung. Der Tagelöhner erhielt 1½  Jahre Zuchthaus als Strafe. In Gr. Hesebeck hat es aus dem Jahre 1932 geheißen, dass es seit dem 30-jährigen Krieg keinen Brand gegeben habe.

1934:

  • 19. Januar; Gemeindevorsteher Carl Bautsch sen. hat eine Versammlung einberufen! Brandmeister Grote, Führer der „Pflichtfeuerwehr“ beantragte die Gründung der Freiwilligen. Feuerwehr.
  • 21. Februar: Gründung der Frw. Feuerwehr. Anwesend der Kreisbrandmeister Kadow. Gewählt wurden: Otto Grote Brandmeister, Heinrich Grau Stellvertreter, Steigerführer Heinrich Hüwing.  Gr. Hesebeck hatte 31 Einwohner im Alter von 18 bis 60 Jahre.
  • 7. April: Brand in der Feldmark, im „Bröden“.
  • 28. Mai: Fußmarschübung. Bei dieser Übung war man gerade angetreten, da brannte der Stall bei Talg (Harms). Es hieß, wie man das Kommando „Augen rechts“ sagte, sahen alle zugleich das Feuer. Da Bevensen Schützenfest hatte, hatte Uelzen den Feuerschutz für Bevensen übernommen. Röbbel war auch mit im Ersatz. Die Nachbargebäude konnten gerettet werden. In allen alten Gebäuden des Hofes hatte der Brandstifter brennende Kerzen gestellt, die nachts gleichzeitig brennen sollten. Die Kerzen im Stall hatten zu früh gezündet. Wären sie, wie er sich ausrechnete, um Mitternacht abgebrannt, hätte man ihm da nicht nachweisen können, denn dann wäre er auf dem Schützenfest gewesen.
  • Am  26. August wurde die Feuerwehr vom Kreisbrandmeister begutachtet, (exerzieren, marschieren, Übung vorführen). Die Hesebecker haben die Prüfung mit „Gut“ bestanden.
  • 2. September Generalversammlung.

1935    

  • 1. Januar, schloss sich Klein Hesebeck mit einer Löschgruppe an. Die Wehr hatte nun 26 Mitglieder. Weil in dem Jahr so viele Wehren gegründet wurden, gab es nur 20-30 % Zuschuss, vorher 50%.
  • 25. April: Brand Gastwirt Niebuhr Jastorf.
  • 19. Juni:Fußexerzieren - Verpflichtung auf dem Führer Adolf Hitler.
  • 9. Juli:   Beschluss Klein Hesebecker Gruppe bekommt erst nächstes Jahr Stahlhelme.
  • 9. Oktober wurde ein Antrag, die Frauen zu einem Essen mit einzuladen abgelehnt.

1936     Kassenbestand 102,21 RM. Aufstellen eines Haushaltsplanes (Wurstessen).

1937     Kassenbestand 98,21 RM

1938     Kassenbestand 50.60 RM

1940    

  • In Zukunft alle 14 Tage Dienst, Mittwochs. Gesammelt wurden 10.70 DM für Soldaten an der Front.
  • 25. Juni: Brand Heinrich Hoyer Jastorf.
  • Während des Krieges hielt die Feuerwehr nachts Brandwache gemeinsam mit der Fw. Röbbel. Zwei Schichten jeweils ein junger ab 16 Jahre und en älterer Feuerwehrmann gingen einmal durch beide Dörfer. Von 11 Uhr bis 2 Uhr und von 2 Uhr bis 5 Uhr. Es gab oft „Fliegeralarm“. Nach dem Krieg führte Otto Grote sen. die Wehr weiter als Brandmeister. Flüchtlinge und ehemalige Soldaten die in Gr. Hesebeck wohnten, wurden Mitglieder der Feuerwehr.
  • 27. September: Brand im Krankenhaus Bevensen. Nach 7 Minuten war Gr. Hesebeck schon am Brandherd. Erkenntnis, mit einer Handdruckspritze ist nichts zu machen. Juli großes Feuerwehrfest in Gr. Hesebeck. Bevensen hat mit 40 Mann teilgenommen.

1948    

  • Im August kam die erste Motorspritze (Flader) nach Hesebeck 1500.00 DM, B-Schlauch Preis 280,00 DM.
  • 25. September: Vorführung und Abnahme durch Keilsbrandmeister Behr und Unterkeisbrandmeister Schröder, Bevensen zugegen auch Brandmeister Hinrichs sen. Röbbel war anwesend. Anschließend Feuerwehr-Ball.

1949     1. Generalversammlung nach 10 Jahren Pause.

1952,1953-1954  Frw. Feuerwehr Hesebeck ist Sieger im Unterkreis Bevensen

1955     Otto Grote gibt nach 26 Jahren ab und wird Ehrenbrandmeister. C. Fr. Bautsch wird zum Brandmeister gewählt.

1957     Fahrt ins Weserbergland

1958     Brand Schröder Jastorf, Fahrt nach Cuxhaven

1961     Handkupplung (Einrichtung zur Erleichterung des Kuppelns der Saugschläuche angeschweißt wurde später verboten.)

1964     Feuerwehr-Wettkämpfe in Gr. Hesebeck,  Sieger Seedorf,  Hesebeck wurde zweiter

1965     Otto Grote jr. zum Brandmeister gewählt. C. Fr. Bautsch wurde Unterkreisbrandmeister vom Unterkreis Bevensen (Mitglieder die Frw. Fw. Bevensen, Seedorf, Jastorf, Secklendorf, Oitzendorf, Medingen und Hesebeck). Feuer in Höver

1966     Tragkraftspritzenfahrzeug TSFT VW-Bus.

1970     Feuerwehrfest; Brand Ziehm (Forelle) in Bevensen.

1971     Brunnenfest: Gastwirt Schmidt hatte mit Ellen Bautsch gewettet, wenn wir einen Brunnen bauen, gebe ich jedes Jahr beim Brunnenfest ein Fass Bier aus. Seit diesem Jahr, gestaltet die Wettkampfgruppe das Brunnenfest.

1972     Brand Ripke Röbbel (starkes Gewitter Blitzeinschlag).

1972     Gründung Feuerwehr Samtgemeinde Bevensen: 32 Wehren, C.F. Bautsch wird 1.  Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Bevensen.

Klein Hesebeck bekommt Löschteich.

1973     Brand Cohrs Bevensen

1975     Waldbrände, mehrere Einätze.

1976     Brand Callmeyer Reinshagen.

1978     Wagen der Bäckerei Stegen Römstedt brannte in Klein Hesebeck

Einsatzübung Anlagestelle Elbe-Seiten-Kanal

1980     Feuerwehrgruppe wurde Sieger bei den Gemeindewettkämpfen in Altenmedingen.

1982     8. November: Brand Wohnhaus Kruse (Strohdach) in Bevensen.

20. November Brand Stallungen von Döring in Gollern.

Hilfeleistung Pkw Unfall.

1983    

  • Nach 18 Jahren stellt der bisherige Ortsbrandmeister Otto Grote sein Amt zur Verfügung. Manfred Schrötke wird zum neuen Ortsbrandmeister gewählt, Grote wird zum Ehrenbrandmeister ernannt.
  • 12. März Scheune des Landwirts Rolf Müller Gollern brennt.
  • 12. Juli Brand Klosterhof in Medingen.
  • 7. August Böschungsbrand Straße nach Klein Hesebeck
  • 25. August Sägegatter Zimmerei Steinfeld in Bad Bevensen abgebrannt.
  • 20 November Morgens 3 Uhr Gasexplosition Haus Brückner (Modell Ramona) in Klein Hesebeck, Haus völlig zerstört.

1984     Waldbrände, Gollerner Weg und am „Kirchsteig“.

1987     Sintflutartige Regenfälle in Bad Bevensen. Die Hesebecker Wehr wird gebeten Keller auszupumpen. Einsatz bei der Firma Elekto-Wolter wird verweigert, da nur 2 cm. Wasser im Keller.

1988     21. Juli Brand am Standardwerk Bad Bevensen.

Teilnahme der Wettkampfgruppe am Bezirkswettkampf in Uelzen.

1989     Helmut Strampe, legt nach 30 Jahren sein Amt als Schriftführer nieder, gewählt wird Dirk Harms.

1990     Nach schweren Stürmen im Februar Bäume von den Straßen geräumt.

1994     Einsätze: Stoppelbrand (Moritz), Verkehrsunfall, Schweinestall Brand Meyer Jastorf, Böschungsbrand Kanal. ; Feier 60-jähriges Jubiläum. Maibaum vorm Gasthaus Schmidt gepflanzt.

1996     Wegen starker Schneefälle Bäume an der Straße nach Römstedt umgekickt.

1997     Brandeinsatz Hotel Fährhaus Bad Bevensen. 

2002     Brand in Bevensen Wohnhaus Steinfeld neben der Kirche.

 

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